Fakten - Fakten - Fakten - entscheiden Sie selbst!
KONVENTIONELLE LANDWIRTSCHAFT BIO/ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT FRIEDFERTIGER LANDBAU
1. Chemischer Dünger
Stickstoffdünger, Phosphatdünger, Kalidünger, Magniesiumdünger, Schwefeldüngung, Kalkdüngung, Spurennährstoffe

2. Organischer Dünger
Stallmist aller Tierarten, Geflügelkot, Gülle + chemische Zusätze: 60.000 Liter/ha/Jahr, Jauche: Tierharn, Sickersaft, Klärschlamm, Fleischknochenmehl = Schlachthausabfälle: 155.000-200.000 t/Jahr, Strohdüngung, Ernterückstände, Gründüngung: Klee, Luzerne, Leguminosen, Kompost: aus Haushalts- und Gartenabfällen

3. "Pflanzenschutzmittel"
chemische Pestizide mit folgenden Wirkstoffen (hochkonzentriert, oft fischgiftig oder bienengefährlich):
Enzyme: Bringen chemische Abläufe in der Pflanze in Gang, Hormone: Auxine, Gibbelerine, Kinetine, Abscininsäure: Unkräuter wachsen zu Tode; hemmen das Wurzelwachstum; fördern Wachstum und Keimung; lösen die Samenruhe aus; fördern früheres Blühen; hemmen das Altern der Kultur; gegen Halmbruch; unterdrücken Pilze; Akarizide, Bakterizide: gegen Milben und Bakterienbefall; Fungizide, Herbizide, Insektizide, Nematizide, Rodentizide; Repellents: Abschreckungs/Vergrämungsmittel; Pheromone: Geruchstoffe: Sexuallockstoffe oder Schreckstoffe, Sexualverhalten wird gestört

4. Halmverkürzer:
- z.B. CCC: chemisches Chlorcholinchlorid: Pflanze wird verkürzt, Stengel-Wachstumshemmer

5. Chemische „Abräumer“:
- Herbizid-Hemmer: Jede grüne Pflanze + Leben im Boden wird vor der Aussaat tot gespritzt
- Extra-Herbizid-Hemmer: 14 Tage vor der Getreideernte wird das Getreide tot gespritzt. Es stirbt ab, wird gelb, lässt sich leichter ernten. Anwendung nach der Ernte für frühere Bodenbearbeitung.

6. Chemische Beizmittel für Saatgut:
- z.B. flüssiges Fungizid

7. Saatgut:
- Hochgezüchtete Hybridsorten

8. Nutztierhaltung:
- Massentierhaltung zur Milch- und Fleischerzeugung; Tierarten werden gehalten, um sie zu töten und zu nutzen: Milch, Fleisch, etc.

Bemerkung: Die Daten stammen z.T. aus: Leitfaden für die Düngung
von Acker- und Grünland, Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau. Düngemittelgesetz und Düngemittelverordnung in Deutschland / Lehrbuch für die Landwirtausbildung 2002: Grundstufe Agrarwirtschaft. Lehrbuch für Landwirtausbildung 2002: Fachstufe Landwirt / Getreidemagazin 3/2003.
Der Idealismus des ökologischen Landbaus aus den Anfangsjahren
ist dem Denken der konventionellen Landwirtschaft mit biologischen Mitteln gewichen. Ganz deutlich geht der agrarpolitische Trend in Richtung Nutztierhaltung und Fleischproduktion. Die unten aufgeführten Mittel werden
nicht zwingend verwendet, sondern sind laut EU-Öko-Verordnung erlaubt:

1. Organischer Dünger
(pflanzlich und tierisch)
- „Wirtschaftsdünger“ (nach EU-ÖKO-Verordnung VO - Nr. 437/2002 erlaubt!): Schlachtabfälle wie:
- Blutmehl, Hufmehl
- Hornmehl, Horngrieß, Hornspäne
- Knochenmehl bzw. entleimtes Knochenmehl
- Fischmehl, Fleischmehl, Federn- und Haarmehl
- Gemahlene Fell- und Hautteile
- Wolle, Walkhaare -
Haare und Borsten
- Milcherzeugnisse
- Stallmist aller Tierarten
- Gülle: bis zu 60.000 Liter/ha/Jahr + organische Güllezusätze
- Jauche: Harn der Tiere + Sickersaft
- Geflügelkot, Gelatine (Insektizid)
- Schlacken der Eisen oder
Stahlbereitung
- Strohdüngung/Ernterückstände
- Kupfer, Schwefel, Gesteinsmehl,
Spurennährstoffe
- Gründüngung: Klee, Luzerne,
Leguminosen, etc.
- Gesteinsmehle, Algenextrakte
- Kompost: Haushaltsabfälle (auch Fleischessensreste) Gartenabfälle

2. Pflanzenschutzmittel
aus organischen Stoffen
- Insektizide, z.B. Gelatine (tierisch, tötet Insekten)
- Fungizide (tötet Pilze), Akarizide (gegen Milben)
- Molluskizide (gegen Schnecken), Repellents (Abschreckung)
- Pheromone (Verwirrung/Lockmittel)
- Stämme von Mikroorganismen zur Schädlingsbekämpfung

3. Mittel gegen Kleintiere
- Ausräuchern (z.B. Mäuse)
mit Holzgas
- Totfallen / Lebendfallen
- Abflammen

4. Nutztierhaltung:
- Massentierhaltung zur Milchund
Fleischherstellung, alle Tierarten werden gehalten, um getötet zu werden
(Fleisch, Milch, etc.)
1. Organische Bodenstärkung
(rein pflanzlich)
Gesunder Boden als Grundlage:
Der Friedfertige Landbau schafft die Basis, dass gesunde Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente im Boden sind. Diese können dann die Pflanzen aufnehmen und in ihren gesunden Früchten weitergeben.
- Stroh- und Ernterückstände
- Erbsenschrot
- Sonnenblumenpresskuchen
- Urgesteinsmehl
- Spurennährstoffe, z.B. Getreidekleie
- Kristallsalze
- Pflanzen- und Bodenstärkungsmittel:
z.B. Kräutersude, Brennesseln, Algenextrakte, etc.
- Pflanzlicher Kompost
- Förderung des Bodenlebens z.B. Regenwürmer

2. Drei-Felder-Wirtschaft:
- 1. Jahr: Kulturanbau
- 2. Jahr: Kulturanbau
- 3. Jahr: Brache (d.h. das Feld erhält 12 Monate lang eine Ruhephase, in der sich das Bodenleben regenerieren kann)

3. Der Friedfertige Landbau:
- Keine Nutztierhaltung
- Keine chemischen Dünge- und Spritzmittel
- Kein tierischer Dünger (keine Schlachtabfälle)
- Achtung vor den Tieren, also kein Töten von Tieren (Schlachten)
- Achtung vor den Pflanzen
- Achtung vor dem Leben im Boden
- Leben fördern, nicht töten
- Normales Wachstum, kein „Treiben“ der Pflanzen, dadurch stabil, gesund und widerstandsfähig werden.

4. Terrane Landwirtschaft:
- Die Terrane Ernährung kennzeichnet den Weg hin zu einer neuen Landwirtschaft, in der keine Pflanze
dem Boden entrissen wird, sondern in der der Mensch die Früchte Mehrjähriger Pflanzen (z.B. Obst und Beeren) erntet und die Pflanzen am Leben bleiben.
Mit dieser Form des Friedfertigen Landbaus wird auch beim Gemüse-Anbau begonnen.

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